s-Bauspar Chef kritisiert Basel III

s-Bauspar Chef kritisiert Basel III

Josef Schmidinger, Check der Bausparkasse der Sparkassen, wettert heftig gegen die US-dominierten Pläne zur Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften für Banken. Auch die Sparkassen wären mit einem Einlagevolumen von bis zu 1,2 Mrd. Euro betroffen.

Wir müssten einen Teil unserer Spareinlagen in Wertpapiere transferieren, etwa in Staatsanleihen, und diese bei der Europäischen Zentralbank hinterlegen. Denn die Einlagen sollen ja künftig zu einem bestimmten Teil als nicht mehr sicher gelten, da sie von den Kunden kurzfristig abgezogen werden könnten, so Schmidinger.

Eine äußerst kritische Aussage seitens Schmidinger sorgt ebenfalls für Aufregung. Er meinte, dass die Europäer eigentlich keinen Einfluss auf Basel III haben, “wir geben nur den Namen dafür her.” Und es geht weiter, USA spricht von Basel III wobei Basel II noch nicht umgesetzt wurde in den USA. Weiters würde Basel III, wenn es in der Form umgesetzt wird, wie es jetzt geplant ist das Wirtschaftswachstum, speziell in Osteuropa, sehr stark negativ beeinflussen. Aber auch unsere heimischen Unternehmen wird es betreffen. Speziell im KMU Bereich sind sehr viele Betriebe überwiegend bankfinanziert und weißen eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von nur 23 Prozent auf. Wenn die Banken gezwungen werden, die Kredit einzutreiben, hätte dies eine enorme Auswirkung auf das gesamte “Wirtschaftsgleichgewicht” in Österreich (wenn man das bei 23% EK Quote so nennen darf).

Für den Privatanleger wird sich nicht viel ändern, es besteht lediglich die Gefahr, dass die Bausparzinsen noch weiter in den Keller gehen, da die Banken teilweise auf andere Anlageformen (beispielsweise Staatsanleihen) zurückgreifen müssen.

Quelle: APA

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